Dienstag, 17. April 2018

Ruhrgebiet, NRW - Medizin, Wirtschaft

Evonik intensiviert Forschung für regenerative Medizin

Essen/Singapur (idr). Der Essener Evonik-Konzern forscht an der Gewebezüchtung für biologische Implantate in der Medizin. In diesem Monat eröffnet das Spezialchemie-Unternehmen dafür das Projekthaus Tissue Engineering (Gewebezüchtung) in Singapur. Bis zu 20 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen arbeiten dort an Lösungen für die Gewebe-Regeneration etwa nach Unfällen oder Krankheiten. In der regenerativen Medizin sieht der Konzern ein zukunftsweisendes neues Geschäftsfeld. Der Markt für Materialien, die beim Tissue Engineering benötigt werden, wächst Schätzungen von Experten zufolge mit rund 30 Prozent pro Jahr und wird bis 2021 die drei Milliarden-US-Dollar-Marke erreichen.
In Projekthäusern bearbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Unternehmenseinheiten ein Themenfeld gemeinsam. Die Experten kommen in der Regel für drei Jahre zusammen. Das neue Haus ist Teil des ersten Evonik-Forschungszentrum mit dem Themenschwerpunkt Ressourceneffizienz in Singapur.

Dienstag, 20. März 2018

Ruhrgebiet - Städtebau, Umwelt

Initiative arbeitet städteübergreifend an Konzepten für
"Wasser in der Stadt von morgen"

Essen/Metropole Ruhr (idr). Die Initiative "Wasser in der Stadt von morgen" startet eine gemeinsame Offensive. Die beteiligten Emscherstädte wollen für den "Maßnahmenplan2020+" über kommunale Grenzen zusammenarbeiten. Dazu gehören z.B. kommunale Handlungsempfehlungen, eine gesundheitsförderliche Stadtentwicklung und die Einbeziehung von Wasser in integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte. Jede Kommune hat dafür einen Stadt-Koordinator benannt.
Bis zum Jahresende soll ein Fahrplan für die Entwicklung und Umsetzung der Zukunftsstrategien erarbeitet werden. Außerdem ist der Austausch von Architekten, Wasserwirtschaftlern, Juristen, Gesundheitsexperten und Vertretern der Wohnungswirtschaft sowie interessierter Bürger geplant.

Ruhrgebiet - Umwelt

28 Kommunen im Ruhrgebiet beteiligen sich an der weltweiten Earth Hour

Metropole Ruhr (idr). "Licht aus" für den Klimaschutz: Zur "Earth Hour" am kommenden Samstag, 24. März, 20.30 Uhr, legen in diesem Jahr 28 Städte und Gemeinden in der Metropole Ruhr den Schalter um. Seit 2007 fordert der WWF (World Wide Fund For Nature) weltweit dazu auf, für eine Stunde das Licht auszuschalten. Mit gutem Beispiel voran gehen dabei die ganz Großen: Das Empire State Building in New York, der Burj Khalifa in Dubai oder auch der Eiffelturm in Paris bleiben 60 Minuten lang dunkel. Beteiligen werden sich mehr als 7.000 Städte und Gemeinden in rund 180 Ländern.
In der Metropole Ruhr geht das Licht aus zum Beispiel am Xantener Dom, am Landschaftspark Duisburg-Nord, am Gasometer Oberhausen, am Wissenschaftspark Gelsenkirchen, am Deutschen Bergbau-Museum Bochum, am Dortmunder U, an der Uni Witten/Herdecke, am Schloss Hohenlimburg in Hagen und an der Stadtkirche Unna. Vielerorts wird die "Earth Hour" durch Aktionen und Veranstaltungen begleitet. Auch Privatpersonen sind aufgerufen, sich zu beteiligen und zuhause das Licht auszuschalten.

Ruhrgebiet, NRW - Wissenschaft & Forschung

LWL-Archäologen dokumentieren
einzigartige Hüttenwerke in Witten

Witten (idr). Auf dem Gelände des neuen Gewerbegebietes Drei Könige in Witten dokumentieren Archäologen unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zurzeit die Reste von zwei Stahlhütten aus dem 19. Jahrhundert. Diese gelten als einmaliges Zeugnis der Industrialisierung im Ruhrgebiet. Sie belegen den massiven Wandel der Stahlindustrie an der Schwelle zur Hochindustrialisierung.
Die Reste der 1855 gegründeten "Steinhauser Hütte" wurden bei Bauarbeiten zutage gefördert. Bei der Untersuchung des vier Hektar großen Geländes stießen die Archäologen auf zahlreiche Gewölbe und Überreste technischer Anlagen, darunter sogenannte Puddel- und Flammöfen. Daneben wurden u.a. auch zahlreiche unterirdische Kanäle zur Belüftung verschiedener Ofensysteme sowie Maschinenanker und Schornsteinfundamente gefunden.
Das Gebiet wurde für sechs Monate unter Denkmalschutz gestellt. Danach kann dort das geplante Gewerbegebiet entstehen. Die Überreste sind zu brüchig, als dass sie Besuchern zugänglich gemacht werden könnten.

Dienstag, 27. Februar 2018

Ruhrgebiet, NRW - Wissenschaft & Forschung

Die Wüste lebt: Essener Wissenschaftler
weisen Vermehrung von Bakterien
unter Mars-ähnlichen Bedingungen nach

Essen (idr). Leben unter Mars-ähnlichen Bedingungen ist möglich. Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen haben in Experimenten nachgewiesen, dass Bakterien aus der Atacama-Wüste in Chile sich vermehren.
Die Atacama-Wüste mit ihrer extremen Trockenheit, großen Hitze und dem hohem Salzgehalt weist starke Ähnlichkeit mit dem Mars auf. Biologen entdeckten dort Bakterien und Organismen. Bislang war jedoch die Frage offen, ob diese aktiv sind oder im salzigen Boden konserviert werden. Die Antwort lieferten jetzt Essener Forscher: Es gibt aktives Leben.
Die Wissenschaftler konnten gezielt den Energieträger Adenosintriphosphat in den Proben nachweisen. Sie rekonstruierten außerdem Genome von unbekannten Mikroorganismen und fanden Beweise, dass dieses Erbgut dort aktiv vervielfältigt wird.

Dienstag, 20. Februar 2018

Ruhrgebiet - Bildung

Ausschreibung für TalentAward Ruhr 2018 startet

Essen (idr). Die Stiftung TalentMetropole Ruhr sucht beispielhafte Nachwuchsförderer für den TalentAward Ruhr 2018. Der Preis würdigt Menschen, die sich in besonderem Maße für die Aus- und Weiterbildung junger Menschen im Ruhrgebiet engagieren. Die Auszeichnung, die an vier Gewinner vergeben wird, ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Vorschläge sind bis zum 31. März möglich.
Preiswürdige Talentförderer sind Menschen, die haupt-, nebenberuflich oder ehrenamtlich in Bildung, Lehre, Studium und Erziehung tätig sind und die Begabungen anderer entdecken, fördern und unterstützen. Die inhaltlichen Schwerpunkte des TalentAwards Ruhr liegen in der erfolgreichen Gestaltung von Bildungsübergängen und auf den Querschnittsthemen Sozialkompetenz, Sprachförderung, Berufs- und Studienorientierung, Persönlichkeitsentwicklung, MINT sowie Orientierungskompetenz.
Die Stiftung TalentMetropole Ruhr ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Initiativkreises Ruhr.

Dienstag, 13. Februar 2018

Ruhrgebiet, Essen, NRW - Wissenschaft & Forschung, Medizin

Essener Stiftung schreibt
KinderHerz-Innovationspreis NRW 2018 aus

Düsseldorf/Essen (idr). Die Stiftung KinderHerz Deutschland schreibt zum zweiten Mal den "KinderHerz-Innovationspreis NRW 2018" aus. Mit dem Preis werden herausragende Forschungsprojekte der Kinderherz-Medizin in drei Kategorien ausgezeichnet: Innovative Forschung (dotiert mit 100.000 Euro), Nachwuchs und Pflege (je 25.000 Euro). Gefördert wird er vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Bis zum 31. März können sich Wissenschaftler, Ärzte, Doktoranden und Pfleger aus NRW bewerben. Eine unabhängige Experten-Jury entscheidet über die Vergabe. Die Preisverleihung findet am 29. Juni 2018 im Orchesterzentrum NRW in Dortmund statt.